Hard Case, das unterschätzte Equipment

Die wenigsten haben die so genannten Hartschalenkoffer als Fotoausrüstung auf dem Schirm, spätestens jedoch wenn es in den Urlaubsflieger geht, kommt die Frage nach einer geeigneten Fototasche und Co wieder auf.

Bislang habe ich persönlich meine Fotoreisen mit traditionellen Fototaschen oder auch Fotorucksäcken bestritten. In meiner Tasche befand sich ein Kamerabody, diverse Objektive und Akkus. Das ist der Klassiker und das kennen wir alle.

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, mehrere Kameras schußbereit mit entsprechendem Objektiv zu besitzen und mit auf Reisen zu nehmen. Dies hat viele Vorteile, denn ich spare mir den nervigen Objektivwechsel und vermeide dadurch die Verschmutzung des Seonsors erheblich - UND: es geht einfach schneller.

Um diese Ausrüstung aber sinnvoll mit in den Flieger zu bekommen, habe ich ein kleines Hardcase welches mit zwei fertigen Kameras im Reisegepäck liegt und eine weitere Kamera-Objektiv-Kombo nehme ich als Handgepäck mit in den Flieger.

Die zertifizierten Hardcases sind unzerstörbar, Luft- und auch Wasserdicht. Zudem besitzt es ein zusätzliches Ventil, um die Objektive gegen die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen am Boden oder in kalter feuchter Flughöhe zu schützen. Eine bessere Transportmöglichkeit gibt es einfach nicht, Hardcases sind alternativlos.

Neben diversen einfachen Asia-Nabietern aus dem Web, möchte ich zwei Hersteller empfehlen, die wenig mit der minderen Asiaqualität gemein haben.

Explorercases.com

Bei Explorercases handelt es sich um ein renomiertes weltweit agierendes Unternehmen aus Italien, welches meist durch Calumetphoto vertrieben wird (es gibt natürlich viele verschiedene andere Einzelhändler). Die Hardcases sind zertifiziert nach den bekannten ISO-Normen und durch das Militär. Explorercases bieten viel Zubehör wie Schaumstoff, Divider, Tragegurte usw.

Link: https://www.kofferundschaum.de/de/explorer-cases/explorer-cases.html

Mein Vorzug gilt diesem Hersteller, da er ein manuelles Ventil an den Cases montiert, welches ich vor Reiseantritt im Flieger schließen kann - das ist mir persönlich sehr wichtig, um Kondenswasser auf den Optiken zu vermeiden, die durch enorme Temperaturunterschiede entstehen könnten.

Plican-Cases

Die so genannten PELI-Cases sind weltweit bekannt und bieten den größten Support an Zubehör und Qualität. Ähnliche wie auch Explorercases, ist auch PELI-Case zertifiziert und im amerikanischen Militär im Einsatz. Allerdings hat dies auch seinen Preis und PELI-Cases schlagen oft mit dem doppelten Preis zu Buche wie des Herstellers Explorercases.

PELI-Cases haben ein automatisches Ventil verbaut, das den Luftdruck automatisch ausgleicht - allerdings gibt es Situalionen, in denen das durchaus schädlich sein könnte. Daher habe ich mich gegen PELI-Cases entschieden. Allerdings habe ich diesbezüglich noch keinerlei Klagen von anderen Fotografen gehört die auf PELI-Cases schwören.

Fazit

PELI-Cases und Explorercases sind qualitativ auf höchstem Niveau und bieten fast das gleiche Zubehör für den Kunden an. Einzige Ausnahme stellt PELI-Cases dar, da es hier auch die Option gibt, elektronische Komponenten mittels Einbaurahmen in den Cases mit einer Frontplatte einzubauen. Es wäre bei den PELI-Cases also möglich einen vollständigen Computer mit Tastatur und Frontblende einzubauen.

Darüber hinaus unterscheiden sich nur noch die Betriebstemperaturen, denn Explorercases können bis maximal 90 Grad verwendet werden statt 60 Grad bei den PELI-Cases.